Das Holz als Baumaterial

Innerhalb des Hausbauverfahrens Montage-Technologie unterscheiden wir drei Gruppen:
1. Die tragenden Konstruktionselemente werden auf der Baustelle gefertigt. Die Vorfertigung im
    Betrieb ist minimal. Die komplette Ausführung erfolgt mit Kleinmaschinen und Handwerkzeugen an
    Ort und Stelle.
2. Die Wandelente, Decken und die Dachkonstruktion werden vorwiegend im Werk vorgefertigt.
    Vor Ort erfolgt nur die Montage. Also der Begriff "Fertighaus" bedeutet den hohen Grad der
    Vorfetigung.
3. Die Blockhäuser werden aus den, im Betrieb behandelten, vorbereiteten, natürlichen Holzblocken
    an Ort und Stelle zusammenmontiert.

Mögliche Materialien der tragenden Konstruktion eines Hauses sind:
    Metallkonstruktion (Stahl, Aluminium)
    Holz
    Spezielle tragende Elemente

In Ungarn werden Holzkonstruktionen am Häufigsten verwendet. Die wichtigsten Eigenschaften des Holzes sind:

1. Festigkeit
In der longitudinal Richtung seines Wachstums ist das Holz außenordentlich fest, während es in quer Richtung geringer belastbar ist. Diese wichtige Eigenschaft des Holzes sollte bei der fachlichen Produktion unbedingt in Betracht gezogen werden. Deshalb kann die Festigkeit der häuslich "gebastellten" Bauelemente nicht garantiert werden.

2. Die Wirkung der Feuchtigkeit auf das Holz
Der Feuchtigkeitsgehalt des Bauholzes ist auch außenordentlich wichtig. Nur unter geeigneten Betriebsverhältnissen ausgetrocknetes Holz (luftgetrocknet) ist ein einwandfreies Baumaterial. Das im Handel erhältliche Holz in der Regel zu nass und zu Bauzwecken nicht oder kaum geignet. Die Lebensdauer eines aus solchem Holz gebauten Hauses ist wesentlich vermindert. Nicht zu vergessen das Ungezifer, das sich im feuchten Holz, wie zu Hause fühlt. In dem lufttrockenen Holz sind keine Ungezifer, Bakterien und Pilze!

3. Brand-, Feuerfestigkeit
Gegenüber dem Stahl ist Holz ein schlechter Wärmeleiter. Bekanntestes Beispiel ist der Holzlöffel. in der Küche.
Durch Feuer verkohlen die äußeren Schichten des Holzes,und behindern die weitere Sauerstoffversorgung (z.B. können beim Lagefeuer die dickeren Holzstücke nicht vollständig verbrannt werden). Die Anbrenngeschwindigkeit von Materialien ist deshalb sehr wichtig bei der Planung (z.B. Fichte 0,6-0,7 mm/Min., Pappel 0,8 mm/Min., Akazie 0,3 mm/Min.).

4. Die Lebensdauer von lufttrockenen Holzmaterialien
    Fichte: 120-900 Jahre
    Tanne: um 90 Jahre
    Kiefer: 120-1000 Jahre
    Lärche: 1000-1800 Jahre
Voraussetzung ist der lufttrockene Zustand und Schutz gegenüber Ungezifer und Pilze.

5. Ungarische Normvorschriften:
Für die in der Bauindustrie verwendeten Holzkonstuktionen sind die Vorschriften der ungarischen Norm maßgebend, die durch die Gütezeichen ÉME und MAKÉSZ garantiert sind."

(Öko-Házak, 2002/2 - Péter Fazekas)

 
 
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