Das Fertighaus erobert den Markt  (aus dem Zeitschrift " Offenes Feld" vom 15.12.2004)

Gemäß József Dévényi, dem Geschäftsführer der ANICO GmbH , haben sich Fertighäuser ihren Platz auf dem ungarischen Immobilienmarkt gesichert. Nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Europa erobern Fertighäuser den Markt. In Mittel-Ost-Europa hat sich der Marktanteil der aufgebauten Fertighäuser innerhalb eines Jahres um das 2,5 Fache erhöht.

Die Vorteile von Fertighäusern sind unbestritten. Der schnelle Aufbau und ihre Zuverlässigkeit sind in West-Europa wohlbekannt. Bei uns in Ungarn wählen noch wenige Bauherren diese Technologie. Welche Rolle spielen Fertighäuser auf dem ungarischen Immobilienmarkt?
Sie haben eine bedeutende Rolle. Ein namhaftes Marktforschungsinstitut hat unlängst einen Bericht über die Bauindustrie fünf Mittel-Ost-Europäischer Länder veröffentlicht. Hieraus geht hervor, dass sich die Baulust in Tschechien, Polen , Slovakei, Slovenien und auch Ungarn intensiv erhöht hat. Innerhalb eines Jahres erhöhte sich die Zahl der aufgebauten Familienhäuser um 69%. Die Fertighäuser genießen dabei eine große Popularität, weil sich ihr Marktanteil in diesem Zeitraum um das 2,5 Fache erhöht hat.

Wie ist die Lage in Ungarn?
Die Nachfrage erweitert sich ständig. Gemäß der erwähnten Studie werden in 2005 bereits 7,4% der Familienhäuser als Fertighäuser aufgebaut. Im Jahr 2003 waren es nur 4,4%, im Vorjahr 5,6%. Es besteht also ein fortdauerndes,linearisches Wachstum.

Was sind die Ursachen für diesen Trend?
Die Technologie ist populär, umweltfreundlich und die Leute erkennen dies immer mehr. Die Fixkosten und die kurze Bauzeit sprechen auch dafür. Nicht zuletzt werden Fertighäuser wegen ihrer Zuverlässigkeit bevorzugt. Die Qualität ist garantiert und der Bauherr kann mit der vertragsgemäßen Erfüllung des Baus rechnen.

Wer bestellt ein Fertighaus?
Grundsätzlich interessieren sich Kunden für diese Technologie, die wegen ihrer Beschäftigung wenig Zeit für die Einzelheiten des Baus aufwenden können.

Oft hört Greuelmärchen über einige Fertighausfirmen.
Es ist unangenehm, dass der Ruf der Fertighäuser durch einige Firmen, die unzertifizierte Konstruktion niedriger Qualität produzieren, zerstört wird. Nach einer Anordnung der ungarischen Regierung aus dem Jahr 2003, darf erst dann ein Fertighaus errichtet werden, wenn seine Konstruktion qualifiziert ist. Für die Ausgabe der entsprechenden Genehmigung von Bauinstitut für Überwachung der Holz-Fertighaus-Elemente (Gütezeichen ÉME) ist ausschließlich das Institut für Überwachung von Holz-Fertighäuserelementen (ÉMI) berechtigt.

Was können die seriösen Firmen tun, um ihren Ruf gegenüber die schwarzen Schafe verteidigen zu können?
Wir versuchen den Bauwilligen zu überzeugen , dass sie das materielle Risiko einer unzertifizierten Konstrukionsqualität nicht eingehen. Bei den unter Marktpreis angebotenen Fertighäusern können sich die Konstruktionsfehler schon in den ersten Jahren melden. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein schlüsselfertiges Fertighaus erstklassiger Qualität unter einem Preis von 140.000 Ft/m2 in Ungarn nicht zu kaufen ist.

 
Man soll die hausgemachte Pfuscharbeit vergessen
(Fachzeitschrift "Tipp" - Miskolc, den 27.11.2004 )

Die Leichtkonstruktionsbauweise ist eine weltweit verbreitete Technologie.In Folge der veränderten Lebensweise und dem angespannten Lebenstempo erhöht sich das Interesse nach diesen Haustypen, gerade auch aufgrund der günstigen Betriebskosten, zunehmend auch bei uns,obwohl diese Bauweise in unserem Land noch keine Tradition hat.

Anfänglich wurde die Leichtkonstruktionsbausweise mit billiger Ausführung gleichgestellt, und man vergaß,, dass qualitative Arbeit auch ihre Kosten hat. Die Billigkeit geht immer zu Lasten der Qualität von Material und fachlicher Ausführung. Es ist jedoch eine Tatsache, dass ein Fertighaus mit geprüften Materialien und fachlicher Ausführung noch immer bezahlbar ist. Die Kosten können schon während der Projektierung zum individuellen Budget angepasst werden, so dass der Endpreis sowie die Fertigstellung des Hauses vorab bekannt sind.

Früher hat man die Leichtkonstruktionsbauweise mit einem einfachen Grundriss und einer einfachen Erscheinungsform gleichgesetzt, obwohl sie nur von der Phantasie des Architekten und dem ästhetischen Anspruch des Auftraggebers abhängig ist.

Heute sind wir zum Glück schon so weit, dass wir gegenüber unserem Zuhause hohe Anforderungen stellen. Diese Technologie ist geeignet für die Verwirklichung unserer technischen, ästhetischen und hygienischen Erwartungen, und sie ist dazu noch variabel., Eine Familie kann während des Lebens mehrmals zu Wendepunkten kommen. Diese verlangen auch gewisse Änderungen im Erscheinungsbild des Hauses (Funktion, Maße usw.) Auch diese Möglichkeiten sichern wir uns durch die Wahl eines Fertighauses für ein ganzes Leben.

Wenn man ein wertbeständiges Haus wünscht und über eine Kreditfinanzierung, die in Anspruchnahme von staatlicher Förderung bzw. der Einholung einer Baugenehmigung nachdenkt, sollte man von hausgemachter Pfuscharbeit und schwarzen Schafen Abstand nehmen.

Es ist wichtig, dass nur EMI (Bauinstitut für die Überwachung von Holz-Fertighaus-Elementen) kontrollierte Materialien und Systeme ein- und aufgebaut werden. Die meisten Banken finanzieren heute nur noch einen Hausbau, wenn der Auftragnehmer das Gütezeichen EME (Genehmigung des Bauinstituts für die Überwachung Holz-Fertighaus-Elementen) vorzeigen kann. Auch werden diejenigen Firmen von den Banken bevorzugt, die eine Mitgliedschaft bei EVOSZ (Landesfachverband der Bauunternehmer, Interessenvertretung Abteilung Fertighäuser) haben und über die Gütezeichen MAKESZ (Gütegemeinschaft von Fertighaus Herstellern in Ungarn) verfügen.

 
Wir sind auf einen fahrenden Zug aufgesprungen...
(Zeitschrift "Futar" - vom 11.12.2003)

Bauwillige haben oft das Dilemma, zwischen dem herkömmlichen System oder dem neuen Leichtkonstruktionsbausystem zu wählen. In West Europa werden 20-25%, in Österreich mehr als 30% der Familienhäuser mit dem Leichtkonstruktionsbausystem gebaut.
Diese Entwicklung findet mit etwas Verzögerung auch in Ungarn statt, so dass der Anteil der in Leichtkonstruktionsbausweise gebauten Häuser mittelfristig 20% erreichen könnte.
Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für diese Bauweise? Wir haben diese Frage Jozsef Devenyi, dem Geschäftsführer der Firma ANICO GmbH, gestellt.

Der Erfolg der Fertighaustechnologie ist einerseits der kurzen Ausführungszeit von drei Monaten zu verdanken, die trotz der ständigen Preiserhöhung der Baumaterialien den Geldbeutel schont. Andererseits gewinnen die Aspekte Umweltschutz und das Energiesparen immer mehr an Bedeutung.
Wir müssen für die Energieversorgung Jahr für Jahr mehr ausgeben. Diese Tendenz ändert sich auch nicht mit unserer EU-Mitgliedschaft. Leider sind die Energiepreise nicht von dem Verbraucher bestimmbar, hingegen können die Betriebskosten durch die energiesparende Bauweise vermindert werden. Diese Gebäude verfügen über eine überdurchschnittliche Wärmeisolierungsfähigkeit.
Das angenehme Wärmegefühl wird in Holzfertighäusern durch die innere Temperatur und die gute Wärmeisolierung (neben Einflussfaktoren, wie Luftfeuchtigkeit, Heizungsweise, Luftzirkulation etc.) bestimmt. Im Vergleich zur herkömmlichen Ziegelbauweise kann die selbe Wärmedämmung in Holzfertighäusern mit einem Zehntel an Materialaufwand.erreicht werden.
Holzfertighäuser können fast sofort eingeheizt werden, während dies in herkömmlichen Gebäuden ca. einen Tag dauert. Die Wärmeisolierung eines Fertighauses ist im Allgemeinen dreimal besser als die eines Hauses in Ziegelbauweise.

Die Wand eines Fertighauses hat keine große Masse und kann schnell erwärmt werden. Stellt dieser Vorteil in Sommer nicht einen Nachteil dar?
Ziegelsteine geben gespeicherte Wärme langsamer ab, so dass Wärme auch noch während der Nacht ausgestrahlt wird. In Fertighäusern ist die Temperatur nachts viel angenehmer, weil sich die Wände tagsüber kaum aufheizen und durch den eingebauten Hinterlüftungsschacht leicht durchgelüftet werden können. Die Wärmespiegelungsfolie in der Dachkonstruktion dient zum effektiven Schutz gegen die Hitze im Dachgeschoss von Fertighäusern. Es sind jedoch die Fenster, sowohl bei der herkömmlichen, als auch bei der Leichtkonstruktionsbauweise, die die meiste Wärme durchlassen. Deshalb ist die natürliche und eingebaute Beschattung der Fenster das Wichtigste.

Oft hört man die Vorurteile, dass die Lebensdauer sowie die Haltbarkeit der Fertighäuser kürzer ist als die von der herkömmlichen Gebäuden.
Das ist falsch. Fertighäuser haben eine Haltbarkeit von 20 Jahren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ihre Lebensdauer nur 20 Jahre beträgt. Bei Ziegelstein wird die Haltbarkeit mit 10 Jahren angegeben. Mit fachmännischer Planung, guter Ausführung, ständiger Qualitätsprüfung und Instandhaltung kann die Lebensdauer eines Fertighäuses mehrere hundert Jahre betragen.

Welche Unterschiede existieren zwischen der herkömmlichen und der Leichtkonstruktionsbauweise?
Die Erweiterung und der Umbau von Fertighäusern ist leichter, preiswerter und abfallfreier.
Technologische Arbeiten sind einfacher ausführbar, Meißeln und Mauerarbeit ist nicht notwendig. Die verwendeten Materialien sind umweltfreundlich.

Kann diese Technologie außerhalb vom Bau von Wohngebäuden verwendet werden?
Wir sind überzeugt, dass die Leichtkonstruktionsbauweise besonders in Bereichen, in denen die Verwendung von Ziegelwänden aufgrund statischer Hindernisse nicht möglich ist, wie dem An- und Ausbau von Dachgeschossen und Stockwerken, großes Potential hat.

Warum sind viele Menschen skeptisch, wenn die Leichtkonstruktionsbauweise in vielen Bereichen der herkömmlichen Bauweise überlegen ist?
Das größte Problem besteht darin, dass die in den Massenmedien vermittelten Informationen selten fachlich richtig sind. Auf diesem Gebiet wäre eine seriösere Berichterstattung notwendig.

 

 
 
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