Feuerschutz, oder wozu eine Holz-Wandpanelkonstruktion fähig ist.

In einem, sich in Bau befindlichen, erdgeschossigen Holz-Fertighaus brach Feuer aus. Die Gebäudekonstruktion besteht aus ÉMI-kontrollierten Holz-Wandpanelen und Materialien. Die Wandelemente wurden montagefertig geliefert, d.h. mit innerer Wärmedämmung aus Mineralwolle, 18 mm Gipskartonplatten auf der Innenseite und 15mm Gipsfaserplatten,mit Styropor Wärmeisolierung (als ein Teil des Putssystems) auf der Außenseite. Die mit innerer Schalldämmung und mit beidseitigen Gipskartonplatten versehenen Innenwände sind ebenso im Werk vorgefertigt worden. Die Deckenkonstruktion (der Gitterträger) ist von unten mit 18mm Gipskatronplatten bedeckt worden.

Als der Brand ausbrach, waren die Außen- und Innenwandkonstruktionen bereits fertiggestellt, die gesamte Deckenkonstruktion mit feuersicheren Gipskartonplatten (18 mm), Dampfsperre und Wärmeisolierung versehen.



Die Holz-Dachkonstruktion war mit Lattung und Folie bedeckt. Alle Fenster sowie die Holzzargen der Innentûren waren bereits komplett eingebaut. Das Feuer brach im Badezimmer während der Erhitzung der Bitumenpappe für die Wasserisolierung des Bodens aus. Im Badezimmer wurden auch brennbare Materialien gelagert.

Das Maß des entstandenen Feuerschadens
Das Feuer hat hauptsächlich die inneren Räume beschädigt. Im Bad wurde die Gipskartondeckung ganz schwarz vom Ruß. Die Papierschicht der impregnierten Gipskartonplatte hat sich durch das Löschwasser abgetrennt. Die Innenwände und die Deckenverkleidung waren verrußt aber der Brand hat keine Beschädigung in der Holzkonstruktion des Hauses verursacht. Bei der Wiederherstellung kann der Ruß durch den Ausstausch von Gipskartonplatten leicht entfernt werden.

Die in den Wänden verlegten Installationskabel haben wesentliche Schäden erlitten. Die Holzzargen der Tûren sind in Feuernähe verkohlt, weiter Abseits sind sie nur verrußt. Einige Fenstergläser sind zerplatzt andere haben Risse bekommen.


Feuerschutz
Bei der Aufarbeitung des Feuerschadens stellt man fest, dass Dank der Gipskartonplatten, die Holzrippengestelle der Wände, die Holzbalken und die Latten der Decke keine unmittelbaren Feuerschäden erlitten haben. Selbst die Gipskartonplatten und die Mineralwolleisolierung haben als wirkungsamen Schutz vor dem Brand gedient.

Nach dem Brand kann die Erneuerung des Gebäudes durch den Austausch von Gipskartonplatten und stellenweise durch den Austausch von Wärmedämmung gelöst werden. Anstatt den Putz abklopfen zu müssen, ist der Austausch der Gipskartonplatten ausreichend.

Auch dieses Beispiel beweist, dass die vielen Vorteile einer nach gut durchdachten Projektierung aufgebauten Holz-Fertighauskonstruktion auch schon im Verlauf des Aufbaus bestehen. Deshalb ist die genaue Auswahl von feuersicheren Fertighauskonstruktionselementen sehr wichtig, um die qualitative Ausführung des Hauses sichern zu können.

 
 
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